Das offene Herz

«Wie wächst das Herz an der Welt, ohne zu verbrennen?»

Wie mit einem offenen Herzen durch diese aufwühlende Zeit gehen?
Wie als feinfühliges Wesen mit dem Leben auf der Erde umgehen?

Nach den Ereignissen des sich ausweitenden Krieges im Nahen Osten war ich sehr betroffen und hatte eine starke Bedrückung und Trauer.

Am gleichen Tag gab ich einen Onlinekurs zur Herzqualität der Offenheit. Dabei hatte ich sehr tiefe Erkenntnisse und Erlebnisse mit der Gruppe und auch mit mir selbst.

Ich habe wieder einmal mein inneres Kind gespürt und war gleichzeitig noch stark überwältigt vom Schmerz und dem Leid der Menschen, die betroffen sind.

Ich habe einen Moment lang wie ein spiritueller Detektiv auf mein Gefühl geschaut und mich tatsächlich gefragt, mich fast verpflichtet gefühlt als (spirituelle) Kursleiterin, meinen Schmerz in Frage zu stellen.

Die Bedrückung hielt stark an. Als ich am drauffolgenden Sonntag die Seelenmeditation abhielt, kehrte zum ersten Mal Entspannung ein in mein schmerzhaftes Verkrampftsein.

Dabei erlebte ich wieder einmal und noch tiefer, wie nahe der innere Friede immer ist – in jedem Moment.

Und als es weicher wurde in mir, der Atem wieder strömte, spürte ich, dass es in Ordnung ist, Schmerz zu fühlen.

Ich habe den Blick abgeschüttelt, mit dem ich mich selbst kritisieren wollte.

Ich bin keine Meisterin.
Ich bin eine Liebende.

Und ich möchte wieder und noch mehr mit meinem feinfühligen Herzen leben. Diese feine, zärtliche, starke, unbändige Samira, die die Welt liebt. Sie möchte ich besser begleiten und ihr die Offenheit schenken, die sie benötigt, damit sie wirklich lebt mit ihrer Feinfühligkeit.

Daraus ist der Blog entstanden und ein Online-Workshop, den ich dir bald anbieten möchte.

Wenn es dich bewegt, wie du mit deiner starken Feinfühligkeit in dieser Welt einen Weg findest, bist du herzlich willkommen.

Gehört es nicht zu unserem Sein, dass wir fühlen?
Ob es das Schöne oder das Leid ist, das unser Herz und unseren Geist berührt?
Macht es uns nicht aus, fühlend zu erleben?
Können wir ohne Schmerzen durch diese Zeit gehen?
Warum haben wir so Angst, vom Leben berührt zu sein?
Warum haben wir so sehr Angst, dass, wenn wir fühlen, es dunkel wird in uns?


«Ist es nicht so, dass die Liebe keine Angst kennt und, wenn sie in uns atmet, die Angst verbrennt?»

Habe ich Angst um mich selbst?
Oder zerreißt es mir das Herz für die direkt betroffenen Menschen des eskalierenden Krieges – für alle Menschen der Brandherde auf dieser Welt?
Dem sich ausbreitenden Faschismus?

Ja, das Herz tut verdammt weh in dieser Zeit.
Und ich meine damit nicht, dass mein Herz nur weh tut wegen der Menschen in Palästina, die mir persönlich nahe sind.

Nein. Es versetzt mein Herz genauso in Not, wenn ich an die Menschen in Kuba denke.
An die Menschen in den USA, die inhaftiert und deportiert werden.
An die Menschen im Sudan.
In Myanmar.
An die Frauen in Grönland, denen man die Kinder weggenommen hat.
An die Menschen im Iran, die um ihre Liebsten trauern.
An die Menschen in vielen Ländern, die in existenzieller Not sind.
An Menschen in Sumatra, die ihre Häuser und Familien in den Fluten verloren haben.
Menschen, die Hunger leiden.
Menschen, die keine medizinische Behandlung bekommen, weil sie das Geld dafür nicht haben und mit schweren Verletzungen wieder aus dem Spital gewiesen werden.

Alle Menschen, die eine Form von Gewalt erleiden.
Die inhaftiert sind ohne Rechte.
Menschen, die wegen ihrer geschlechtlichen Identität Ausgrenzung erleben und gefährdet sind.

Hast du Angst um sie? Um die Welt? Um dich selbst?

Je nachdem, wo du mit deinem Gefühl stehst, darfst du ansetzen, um aus diesem Gefängnis auszubrechen und dein Herz zu öffnen, damit die Liebe erlösend strömt.

Wie kann ich in solch einer Zeit mit einem offenen Herzen leben?
Wie kann ich meinem Herzen schauen?
Wie kann ich in der Ruhe bleiben und selbst keine Angst bekommen?
Wie kann mein Herz an der Welt wachsen?

Hohe Schwingung halten

Wie kann ich mit der Aufforderung aus spirituellen Kreisen umgehen, dass die neue Welt unsere hohe Schwingung benötigt?

Soll ich wegschauen, um ungestört in meinem Frieden ruhen zu können?

Ist meine Liebe dann «höher», stärker, wenn ich verdränge?

Ziehe ich mich zurück, weil ich in meiner Ruhe und meinem noch guten Leben nicht gestört werden will?

Was erzeugt wirklich die höchste Schwingung in mir?

Bewusste Entscheidung für die Offenheit

Wie wäre es, wenn ich mich in dieser Zeit bewusst für die Offenheit entscheide?

Wie eine junge Teilnehmerin in meinem Kurs der Herzqualitäten sehr authentisch sagte:
Sie entscheidet sich immer wieder, jeden Tag bewusst für Offenheit als Lebenshaltung.

Das innere Kind – dein unverdorbenes Sein und Mitgefühl

Im Kurs der Herzqualitäten, in dem es um die Qualität der Offenheit ging, habe ich mein inneres Kind so stark gespürt.

Ich erinnere mich an meine tiefe Berührbarkeit.
Die Liebe.
Die Begeisterung.
Das Vertrauen.
Der Glaube an das Gute im Leben.

Und der tiefe Schmerz, in dem mindestens genauso viel Lebendigkeit und Liebe lag.

Ich erinnere mich an ein Feuer, bei dem Hundewelpen gefährdet waren. Die Welpen, mit welchen ich am Tag zuvor gespielt hatte. Diese Szene der brennenden Hügel ist noch heute in meinem Gefühl. Es hat mir die Brust zerrissen.
Und es gab in diesem Moment nichts mehr als diese Sorge, diesen Schmerz um das Wohl dieser Welpen.

Der Schmerz hielt an. Ich hätte alles getan und unternommen.
Ich wollte unbedingt zurück in die Berge fahren, um die Hunde zu retten. Aus Vernunft entschieden die Erwachsenen damals, nicht in die brennenden Berge zu fahren.
Natürlich vernünftig und weise – ein gesunder Selbstschutz.

Aber ich habe gelebt. Ich war tief in der Liebe und in Beziehung.
So tief, dass ich mich heute noch daran erinnern kann. Es hat mein Leben bewegt und mich erfüllt.

Ja, es war Schmerz.
Weil ich in Liebe verbunden war mit diesen Wesen in der Not.

«Wo ist die Liebe der Kinder hin?»


Was würde es bedeuten, deinem inneren Kind das Tor zur Welt zu öffnen und es nicht aus Angst zurückzuhalten?

Das Kind will teilhaben.
Es will die Welt sehen.
Sie fühlen.

Und von deinem erwachsenen Ich gut begleitet sein – und nicht einfach in den hoch umzäunten Garten gesperrt werden, um von der Welt geschützt zu sein. Es ist nicht das Königskind, das der Welt, dem wahren Leben, fernbleiben muss.

Dein inneres Kind zu leben bedeutet noch einmal mehr, dich selbst anzunehmen – mit deiner Feinfühligkeit – und mit ihm einen Umgang, einen Weg in dieser Welt zu finden.

«Denn nur wenn ich wahrhaftig bin, authentisch fühle, schwingt wirklich Liebe in mir.
Wenn die Liebe mich belebt, mich atmet, durch mich spricht, durch mich handelt, ist die Liebe gegenwärtig auf der Erde.»

Auch wenn dabei das Herz etwas in meiner Brust kracht.
Und manchmal mein Herz schwer wird und meine Brust fast zerreißt. Ich will nicht auf mein liebendes Herz verzichten. Mein Herz kennt keine Erklärungen für das Leid. Auch keine geistigen Erklärungen, um Distanz zu finden.

Warum soll ich mich vom Leben distanzieren?

Damit distanziere ich mich auch von meiner eigenen Lebendigkeit. Dem Atem, der uns alle immer und in jedem Moment verbindet.
Nichts ist in Wahrheit getrennt.
Ich will nicht mit einem flachen Atem durch das Leben gehen.
Uns durchströmt alle derselbe Atem. Derselbe Geist. Wir sind eins.

Nur wenn wir den Atem des Lebens ganz zulassen, sind wir wirklich lebendig und bewegt.
Alles gehört dazu.
Alle Gefühle.

Es geht nicht darum, keine Gefühle zu haben, um im Frieden sein zu können. Aus meiner Sicht geht es darum, wie wir unsere Gefühle – unser Menschsein – pflegen.

Damit wir vom gefühlvollen Erleben wieder in die Stille kommen. Den Frieden. Das Zuhause in uns.

Von dort aus können wir gestärkt und zentriert an der Welt teilnehmen, ohne den Frieden zu vergessen. Fühlen und erleben – ohne vom Erleben gefangen zu sein.

Die Kunst ist die Regulation und der liebevolle Umgang mit unserem Mensch sein, unseren Gefühlen.
Das Herz ist unmittelbar, es ist in Beziehung mit dem, was ist, und es fühlt jetzt. Es denkt nicht – es liebt einfach.
Liebe fragt nicht. Liebe IST.

Was geschieht mit dir, wenn du dich von dieser mächtigen Liebe fernhälst?
Wird dann die Angst vor der Welt größer in dir, weil die brennende Liebe fehlt, welche die Angst verbrennt?

Es muss nicht sein, dass du dich aus Mangel an Mitgefühl zurückgezogen hast. Vielleicht ist es einfach deine eigene innere Not, mit der Intensität, der Überflutung deiner Feinfühligkeit umzugehen.


Was hilft mir im Umgang mit meiner Feinfühligkeit und in der Begegnung mit der Welt?

Workshop Inhalte
Atem
– Umgang mit Intensität (Überwältigung) und Angst.
Transformieren von Intensität, das Erleben regulieren lernen.
Energetisierung-Transformation und Entspannung mit jedem Ein- und Ausatmen.
Meditation – Verbindung mit dem ewigen Leben, der grossen Liebe, dem Frieden, der Seelenruhe, der Seelenkraft und Seelenpräsenz.

Meditation und Atem – Stille in dir erleben und gleichzeitig durch den Atem mit allem verbunden sein. Das Leben zulassen.

In den Zustand von entspannter Wachheit kommen, aus dem wir dem Leben zentriert begegnen können.


Frieden kennt Melodie
Meine Mutter erlebte bei der Seelenmeditation am vergangenen Sonntag, dass sie innerlich Musik hörte, und sie bekam in der Meditation den Hinweis des Musikstücks von Tschaikowsky:
«Le Sacre du Printemps».
Sie war berührt, wie der Friede immer erreichbar ist. Wie schön, hat sie die Botschaft des Frühlings in einem dunklen Moment erhalten.
Wir sind nie alleine, wenn wir offen sind, zu empfangen.

Gesunde Grenzen die nicht trennen
Offenheit bedeutet nicht, dass du dich ausliefern musst.

Im Kurs über die Herzqualität der Offenheit hat eine Teilnehmerin ein wunderbares Beispiel gegeben:
Sie traut sich immer mehr, sich abzugrenzen und offen auszusprechen, was für sie nicht stimmt. Hier zeigen sich bereits Mut, Zivilcourage, Liebe zur Wahrheit und das Hinstehen.

Eine Grenze zu haben, ist auch eine Form von in Beziehung gehen.
Ich bin nicht undefiniert oder entziehe mich der wahren Begegnung.
Ich zeige mich.
Ich gehe in Beziehung mit dem Leben.
Ich bekenne Farbe und Klarheit.
Auch dies ist Bereitschaft für Nähe und Begegnung.

Ich darf sagen, wenn es mir zu viel ist und was nicht stimmt.
Ich darf Grenzen haben und bin trotzdem in Beziehung.

Und ich muss auf meine Grenzen achten in einer so intensiven Zeit. Ich brauche bewusste Pausen von den Nachrichten.
Ich brauche Ruhephasen, um mich selbst und den Frieden wieder zu spüren.

Alles sind gegenseitig ergänzende Qualitäten, Offenheit, Mitgefühl, Grenzen, die, wenn erlaubt und integriert, fließend gelebt, den Lebensprozess weicher machen.

Erkenne die wahrhaftig Eingeweihten und lerne von ihnen
Die Menschen in großer Not sind die tief Eingeweihten,
Lerne von ihnen, sie sind unsere Lehrer.
Durch sie bist du etwas vorbereitet.
Durch ihr Schicksal berührt, kannst du erwachen, wachsen und verstehen, wo wir stehen und was auf dieser Welt geschieht.
Ihnen im Herzen nahe zu sein, bringt dir Bescheidenheit, Dankbarkeit und sie inspirieren deine Resilienz dem Leben gegenüber.
Sie bringen uns Herzensbildung, durch ihre gelebte Solidarität, ihre gelebte spirituelle Essenz.
Sie sind die Lehrer der neuen Zeit.
Oberflächlichkeit fällt weg – und das ist gut für uns.
Diese Sicht ist nicht grausam.
Es ist die Anerkennung, dass sie durch ihr Leid die Eingeweihten sind – diejenigen, die mehr wissen.

Liebe ist Tat
Spende. Bete. Meditiere. Sei wach und bewusst.
Und habe Zivilcourage. Sei bereit. Sprich. Handle.
Vielleicht ist es in deinem Umfeld noch nicht so weit, aber sei bereit, wenn es so wäre.

Ich erinnere mich an die mexikanischen Frauen: Las Patronas, die seit über dreissig Jahren, an den Eisenbahnschienen bei der Grenze von Mexiko Wasser und selbst zubereitete Mahlzeiten auf vorbeifahrende Güterzüge werfen, damit Menschen, die auf der Flucht sind –, weil die Armut sie dazu zwingt – Nahrung haben.
Hier zeigt sich, was Zivilcourage ist.
Was wahre Hilfe ist.
Es ist die Qualität des offenen Herzens, des Mitgefühls und des Mutes, die diese Frauen antreibt.
Und es ist das, wovon aus meiner Sicht die indigenen Völker sprechen, wenn sie sagen, dass es das Wissen der alten Völker braucht, um gemeinsam mit den Menschen der neuen Zeit durch den Wandel zu gehen.
Die indigenen Völker meinen unser tiefes, menschliches Wissen, um ein Leben in Einheit.
Und dazu gehört das stark ausgebildete Herz.
Diese Qualitäten sind es, die wieder gebraucht werden, damit wir Hand in Hand mit den neuen Errungenschaften eine neue, bessere Welt kreieren können.

Geben wir einander die Hand.
Umarmen wir einander mit dem Licht und dem Atem unserer Herzen.

Medizin für jeden Tag
Schenke ein Lächeln, wenn du anderen Menschen begegnest – den Bekannten und den Fremden.

Ein offener Gesichtsausdruck, eine entspannte, freundliche Haltung ist ein Signal, dass alles in Ordnung ist. Es wirkt einladend, entspannend und vermittelt Frieden und Sicherheit.

Schenke vielen Menschen diesen warmen Moment der Zuflucht in einer unsicheren Zeit.

Traue dich zu lieben! Ich bitte dein Herz darum.
Höre bitte nicht auf zu Atmen!
Wir benötigen Zivilcourage, die Zivilcourage des Herzens!

→ Sobald der Workshop erstellt ist, werde ich ihn ausschreiben.